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 © Helmut Meisl

 Sternsingeraktion
Diese Seite als Druckausgabe




Elisabeth Trixl organisierte zum 17. Mal bereits die großartige Aktion, nach dem Ausscheiden von Mesner Armin Rauter das erste Mal ganz allein.


Kooperator Josef Pletzer feierte mit den Sternsingern den Abschlussgottesdienst


Gruppenfoto mit allen Sternsingern
(1 MB)


Wofür haben die Sternsinger gesammelt?

Halleiner überraschend großzügig

Mit EUR 7.700.-- konnte auch dieses Jahr (nach dem Tsunami-Rekord im Vorjahr) von den Sternsingern wieder ein Traumergebnis ersungen und ergangen werden. Lesen Sie, wie es einer Gruppe dabei gegangen ist.

Die Gruppe
Es waren drei Mädchen, Kathrin, Daniela, Stefanie. Sie sind in der dritten Klasse Hauptschule bzw. Gymnasium. Sie waren schon mehrmals dabei, sozusagen Sternsinger-Profis, und haben deshalb eine anspruchsvolle Aufgabe bekommen: Sie sollten im Krankenhaus und im Seniorenheim auftreten. Jede hat sich einen schönen Bart ins Gesicht gemalt, so dass viele Leute glaubten: „das sind aber fesche Burschen!“

Im Krankenhaus
Um 1 Uhr mittags begannen wir, zuerst in den Büros, damit Texte und Lieder geläufig wurden, dann im 4. Stock: Geburtenabteilung. Das war toll: Sie sangen „Ein Kind ist uns gebo-o-ren…“ und bei den Müttern lagen die winzigen, neugeborenen Babys. Wir sind sicher, es wird ein gutes und glückliches Neues Jahr! Auch die hochschwangeren Frauen kurz vor der Geburt freuten sich.
3. Stock, Chirurgische Stationen: Eine ganz andere Umgebung. Patienten vor oder nach Operationen. Die Sternsinger sangen hier auf den Gängen und die Türen der Zimmer wurden geöffnet. Dann ein kurzer Besuch im Zimmer, Glück- und Segenswünsche. Viele Leute sind ganz erstaunt, dass die Sternsinger sogar ins Krankenhaus kommen. Die Wünsche „Ein gutes Neues Jahr und Gottes Segen!“ berühren die Patienten sehr.
2. Stock, Interne Abteilungen: Auch hier wird auf den Gängen gesungen, dann nur kurz in den Zimmern vorbeigeschaut. Eine Sternsingerin trifft eine Lehrerin aus der Schule und gibt sich hier besondere Mühe.
Wir bedanken uns bei den Krankenschwestern und Pflegern, die uns sehr bereitwillig unterstützt haben! Und wir bedanken uns besonders auch bei allen türkischen Patienten und Familien, die uns ausnahmslos gerne zugehört und auch eine Spende gegeben haben!

Im Seniorenheim
An diesem Mittwoch war ein „Kaffee-Nachmittag“ von Frau Zambelli und ihren Helferinnen vom Besuchsdienst vorbereitet worden, bei dem unsere Sternsinger auftreten sollten. Der Speisesaal war ganz voll. Um 3 Uhr zogen wir ein, es wurde gesungen und vorgetragen, und dann allen ein gutes Neues Jahr gewünscht. Die Heimbewohner waren ungemein freundlich und großzügig; diese Generation hält viel auf alte Bräuche und freut sich über junge Gesichter, die ihnen eine willkommene Abwechslung in den Alltag bringen. Am Schluss der Feier wünschten sich die Heimbewohner noch einmal das Lied „Stille Nacht“ - für ein Jahr wieder ein Abschied von der Weihnachtszeit. Anschließend besuchten wir noch diejenigen Bewohner, die nicht mehr bei gemeinsamen Veranstaltungen teilnehmen können. Es ist schön zu erleben, wenn in manchem alten, erloschenen Gesicht wieder Leben und Freude einkehrt!
Danke den Frauen vom Besuchsdienst und dem Personal vom Heim für die Unterstützung. Danke auch für die Jause: Kuchen, Kaffee und Cola haben uns gut getan!

In den Häusern
Es war ½ 5 Uhr und wurde langsam dämmrig, aber frisch gestärkt waren die Sternsinger bereit, noch einige Haushalte zu besuchen: Häuser neben dem Krankenhaus in Burgfried-Ost. An den Lichtern konnte man sehen, dass in etwa jeder zweiten Wohnung jemand zuhause ist. Hier erlebt man den Alltag des Sternsingens: An vielen Klingeln läuten; hoffen, dass jemand aufmacht; sich nicht ablenken lassen durch Hunde, Katzen oder plärrende Kinder; das C+M+B an Türen schreiben, wo es das letzte Mal in den 90er Jahren jemand gemacht hat… Wir bedanken uns für die freundliche Aufnahme! Es ist schön, wenn die Leute sich freuen, sich bedanken, dass man kommt und auch etwas spenden für die Sternsinger-Aktion.

Am Schluss war die Spenden-Kassa ganz voll. Die Mädchen hätten gerne gewusst, wieviel wir „eingenommen“ haben - aber es war kein Schlüssel zu finden, so haben wir die Kassa ungeöffnet im Pfarrhof deponiert. Es werden etwa 300 - 500 € gewesen sein. Dank euch und allen Sternsingern für euren Einsatz, danke an alle Spender und Unterstützer!
Warum machen sie eigentlich mit? Sie sagen: „Es ist a Hetz, man tut ein gutes Werk, wir machen es gern.“ Würdige und liebe Könige!





Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, Pastoralassistent

Beitrag online bis 31.3.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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