Diese Seite als Druckausgabe
|
Ökumenische Bibelausstellung
Im Herbst des Jahres 2002 wird es in der Zeit vom 12. bis 20. Oktober eine grosse ökumenische Bibelausstellung mit einem attraktiven Rahmenprogramm geben.
Als Veranstaltungsort konnte bereits der Ziegelstadel fixiert werden.
Wie ist die Bibel eigentlich entstanden und was ist das besondere an diesem Buch? Hierüber geben grosse Schautafeln Aufschluß ebenso wie über die Bibel als Schrift und die lange und bis heute nicht abgeschlossene Geschichte der Bibelübersetzungen.
Im Medienzelt laden Bibelausgaben zum Lesen ein; fremdsprachige Ausgaben zeigen die Vielfalt der Übersetzungen und am Computerterminal bietet sich die Gelegenheit zum Entdecken der Bibel auf interaktive Weise.
Österreichische Maler und Bildhauer setzen sich vom Mittelalter bis heute mit der Bibel auseinander.
Was wäre die Musik ohne gregorianischen Psalmengesang oder Haydns "Schöpfung"? Was die Literatur ohne die mittelalterlichen Passionsspiele oder Joseph Roths Roman "Hiob"? Ganz zu schweigen von der Volksfrömmigkeit und hier zuallererst der Weihnachtskrippe, aber auch dem Palmesel.
Die Bibel hat ihre Geschichte auch als Schulbuch. Ihre Sprache hat unsere Sprache bis hinein in Redewendungen geprägt. Auch dem Judentum in Österreich und seinem allzuoft bedrängten Leben widmet die Ausstellung Raum.
Daß die Bibel jahrhundertelang auch das Trennende schlechthin zwischen Christen in Österreich war und in der Zeit der Gegenreformation und des Geheimprotestantismus Bibeln verbrannt und Menschen zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen wurden, ist heute Geschichte. Die Kirchen entdecken die gemeinsame Wurzel in der Bibel. So ist auch diese Ausstellung der Österreichischen Bibelgesellschaft und des Österreichischen Katholischen Bibelwerkes ein wichtiger ökumenischer Schritt.
Stimmen zur Bibel aus 1600 Jahren zeigen auf abschließenden Tafeln die Einzigartigkeit der Bibel und ihrer Botschaft. Bequeme Kissen laden im Meditationszelt ein zum Verweilen und Hören auf zentrale Texte der Bibel. Jüngere Besucher - aber beileibe nicht nur sie - erleben die Bibel spielerisch: an sieben Spiel- und Ratestationen, begleitet vom Klippdachs (Ps 104,18), für den auch noch ein Name gesucht wird.
Die Mühe des Erschnupperns von biblischen Düften oder Ertastens von biblischen Tieren wird mit einem Bibelquartett belohnt.
Autor / Quelle: der Österreichischen Bibelgesellschaft
Beitrag online bis 31.8.2002 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 29 ( - - ) / 14 / 476
|