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Glaube und Schrift
Die Sterndeuter sahen die Zeichen Gottes am Himmel, glaubten und folgten ihnen. Doch der Stern führte sie an den falschen Ort, nicht zum Stall, sondern in den Palast nach Jerusalem. Erst die Hinweise aus der Bibel führten sie auf den richtigen Weg. Diese Hinweise kannten die Schriftgelehrten schon lange, doch die Zeichen Gottes sahen und glaubten sie nicht mehr. Und die Lehre für uns Heutigen? Bibellektüre ist hilfreich und notwendig, sie allein aber reicht offensichtlich nicht, um Gottes Gegenwart zu erkennen!
6. Januar 2008 Erscheinung des Herrn A 1. Lesung: Jesaja 60,1-6 2. Lesung: Epheser 3,2-3a.5-6 Evangelium: Matthäus 2,1-12
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6. Jänner 2008 - Erscheinung des Herrn
Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm.
Das mach ich mal! Bibelwort: Matthäus 2,1-12
Sterndeuter waren es. Nicht wirklich zu vergleichen mit unseren Astrologen, was ihr Ansehen betrifft. Sterndeuter galten als vielbelesen und hochgelehrt, ja als weise. Die, von denen Matthäus berichtet, waren offenbar auch aus vornehmem Haus oder hatten hoch dotierte Posten; denn nicht nur Gold, auch Weihrauch und Myrrhe waren kostbare, teure Importprodukte in Palästina. Was mich aber wirklich beeindruckt, ist ihr absolutes Vertrauen in ihr Wissen, gepaart mit der Bereitschaft, sich von den Ergebnissen ihrer gelehrten Berechnungen und Recherchen gänzlich überraschen zu lassen. Das ist schon allerhand: Sie suchen den neugeborenen König der Juden, werden vom Königspalast in die Provinz geschickt, finden in irgendeiner der vollbesetzten Herbergen ein Neugeborenes und seine Mutter und „fallen nieder und huldigen ihm“. Kein Zögern, keine Fragen, kein Nachrechnen! Es erstaunt mich, wie selbstverständlich sich diese Sterndeuter, diese weisen Männer, lösen können von landläufigen Erwartungen und Vorstellungen, etwa der, dass Königskinder in Palästen geboren werden. – Wie hätte ich reagiert? Kann ich das auch? Mich leiten lassen vom Vertrauen, dass Gott mich führt, und nicht von meinen Erwartungen und Vorstellungen, wo es hingehen könnte und wie der Weg aussehen müsste? Ich will mir ein Beispiel nehmen, mich von den Sterndeutern zu diesem Vertrauen ermutigen lassen. Das wenigstens kann ich machen.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Hans Reithofer
Beitrag online bis 3.2.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (3.1.08 - 10.01.08 - ) / 2014 / 211
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