Diese Seite als Druckausgabe
Das Licht, das auf die Dunkelheit fällt, verwandelt sie.
Don Helder Camara
|
6. Jänner 2008 - Epiphanias VI
Manchmal ist alles voller Licht. Manchmal ist alles voller Klarheit und Wahrheit. Heute ist das so. Am Epiphaniastag, dem Tag der Erscheinung Jesu.
Das mach ich mal! Bibelwort: 2. Korinther 4, 3-6
Vom ersten Tag der Christenheit an ist das Licht ein Symbol für die Gegenwart Jesu in der Welt. Wo es leuchtet und wo alles voller Klarheit ist, da ist Gott in seinem Sohn gegenwärtig. Und wo Jesus ist, da ist Glaube, Liebe und Hoffnung.
Aber so rein ist das Leben leider nie. Man kann es so sagen und so glauben, aber die Wirklichkeit der Welt ist überall vielschichtiger. Es gibt Düsternisse, es gibt schreckliche Finsternis, es gibt Traurigkeit und Wehklagen und eine nicht enden wollende Suche nach etwas Licht und Wärme. Es gibt Menschen, die sind stumpf geworden und haben jedes Hoffen verlernt. Wie lebe und glaube ich, wenn ich daran denke?
Ich gebe nicht auf, sondern bekenne noch mutiger. Ich singe noch inniger. Ich bitte noch kraftvoller. Es muss Gott doch möglich sein, auch diese Finsternisse zu erhellen. Es muss Gott doch möglich sein, auch dem Hoffnungslosen ein neues Licht scheinen zu lassen. Also bitte, ja flehe ich darum. Und je mehr wir alle Gott bitten, desto mehr entsteht durch uns die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes. Die leuchtet dann auch denen, die im Dunkeln sind.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Becker
Beitrag online bis 14.1.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (3.1.08 - 10.01.08 - ) / 2015 / 254
|