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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Die Taufe – kein Privatsakrament

Im Evangelium vollzieht sich die Taufe Jesu in aller Öffentlichkeit. Vergleichen wir damit unsere Taufpraxis – oft am Samstag- oder Sonntagnachmittag im allerkleinsten Kreis. Die Zusage Gottes an unsere Täuflinge wird in der Gemeinde kaum noch gehört. Wie die Trauung ist auch die Taufe auf dem besten Weg zu einem Privat-Sakrament zu verkommen. Die Aufnahme des Täuflings in die Gemeinde findet ohne die Gemeinde statt – ein Widersinn!




13. Januar 2008
Taufe des Herrn A
1. Lesung: Jesaja 42,5a.1-4.6-7
2. Lesung: Apostelgeschichte 10,34-38
Evangelium: Matthäus 3,13-17

13. Jänner 2008 - Taufe des Herrn

Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit, die Gott fordert, ganz erfüllen. Da gab Johannes nach. Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.

Das mach ich mal!
Bibelwort: Matthäus 3, 13-17

Auch Jesus war ein Suchender, einer, der seinen Weg und seinen Auftrag gesucht hat. Jesus geht in die Wüste zu Johannes, der dort suchende und umkehrwillige Menschen um sich sammelt. Es ist übrigens die einzige überlieferte, spannende, beinahe dramatische Begegnung zwischen dieser wilden, radikalen Wüstengestalt Johannes, der bald darauf seinen Kopf verlieren wird – und dem Erwarteten, dem Messias selbst.

Was findet Jesus, was ereignet sich dort in der Wüste? Zunächst geht der Himmel auf – ein Ursymbol der Sehnsucht, dass Gott sich zeigen und zugänglich machen möge. Dann kommt der Geist Gottes, aber nicht in Gestalt eines gewalttätigen Raubvogels, sondern als Taube – als Inbegriff des Friedens. Und dann kommt die offizielle Formel, beinahe die Inthronisation Jesu, denn von der Inthronisierungsformel der Könige ist sie genommen: „Du bist mein geliebter Sohn.“ Ich erinnere mich in dieser Woche an meine eigene Taufe; zumindest werde ich inne, dass ich ein getaufter Mensch bin. Auch mir wurde damals – wie einem Königskind – zugesagt: „Du bist mein geliebter Sohn, du bist meine liebe Tochter.“ Und das gilt heute noch, ohne Wenn und Aber.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Christine Rod MC

Beitrag online bis 10.2.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (10.1.08 - 17.01.08 - ) / 2022 / 200