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Nicht wie Feuer und Wasser
„Tauf mich mit Wasser, aber mach’ mich nicht nass.“ Manch ein Christ möchte das bekannte Sprichwort so abändern. Aber das funktioniert nicht. Schon bei der Wasser-Taufe des Johannes nicht. Denn das war kein „Wischiwaschi“, sondern der Täufer forderte ernsthafte Umkehr. Und erst recht nicht bei Jesus. Seine Taufe mit dem Heiligen Geist, die wir als Christen empfangen haben, entzündet ein Feuer, das keine Inkonsequenz und keine Gleichgültigkeit löschen kann.
20. Januar 2008 Zweiter Sonntag im Jahreskreis A 1. Lesung: Jesaja 49,3.5-6 2. Lesung: 1. Korinther 1,1-3 Evangelium: Johannes 1,29-34
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20. Jänner 2008 - 2. Sonntag im Jahreskreis
Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.
Das mach ich mal! Bibelwort: Johannes 1, 29-34
Das Evangelium des Johannes ist etwas rätselhaft und liest sich nicht so leicht – ganz zu schweigen vom Verstehen. Bevor ich da etwas machen kann, muss ich erst genau zuhören. Johannes nämlich erzählt nicht so viele Geschichten, sondern lieber klare Bekenntnisse. Zum Beispiel heute. Da wird vom Täufer erzählt, der sofort erkannt hat, wer Jesus ist: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Das weiß Johannes der Täufer sofort, als er den erwachsenen Jesus sieht. Und woher weiß er das? Das ist eine gute Frage, nicht leicht zu beantworten. Johannes hatte wohl so eine Art siebten Sinn. Sein ganzes Denken kreiste seit vielen Jahren nur um diese eine Frage: Wer erlöst die Welt? Und als er Jesus sieht, ist ihm die Antwort völlig klar: Jesus, das Lamm Gottes, erlöst die Welt. Die Welt kann nur erlösen, wer ihr die Schuld nimmt. Die Schuld ist das schlimmste überhaupt. Sie schleppt sich fort und fort und wird immer gefährlicher wie ein langsam wachsendes Raubtier. Aber wenn dann jemand kommt und sagt: Ich verzeihe dir – dann schrumpft das Raubtier bis zur Unkenntlichkeit. Johannes erkennt also: Dieser Mann, Jesus von Nazaret, wird all denen von Herzen verzeihen, die sich das wünschen. Also brauche ich nur eins zu tun: Um Erbarmen zu bitten. Und mein Leben blüht auf.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Becker
Beitrag online bis 17.2.2008 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (17.1.08 - 24.01.08 - ) / 2027 / 229
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