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Erstbekenntnis
Taufe ist: Basis unseres Glaubens an Jesus Christus, den Sohn Gottes, Fundament unserer Gemeinschaft im Heiligen Geist, Kapital unseres wahren Lebens bei Gott, dem Vater, unsere Weihe zur Heiligkeit der Kinder Gottes.
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11. Jänner 2009 - 1. Sonntag nach Epiphanias I
"Wenn Sie dieser Johannes der Täufer gewesen wären, hätten Sie auch so ’n Aufriss mit Jesus gemacht oder ihn einfach untergetaucht und fertig?"
Das mach ich mal! Bibelwort: Matthäus 3,13-17
Die Frage der Jugendlichen kam unvermittelt, meine Antwort nicht so fix, wie erwartet. Begegnungen mit einem alten Pfarrer fielen mir ein, dem es selbstverständlich war, mich am Ende immer mit einem Segenswort zu entlassen. Für mich hat das gepasst, denn ich sah in ihm einen Lehrer, mich als „Lehrling“. Einmal aber sagte er beim Abschied: „Ich segne dich, und du segnest mich.“ Fromme und weniger fromme Ausreden schossen mir in Sekundenbruchteilen durch den Kopf: „Wer bin ich, diesen weisen Menschen segnen zu können?!“ – Natürlich habe ich ihn trotzdem gesegnet.
„Wie isses denn nun?“ Die Konfirmandin fordert eine Antwort. Also schön: Das Erschrecken des Täufers kann ich verstehen, hätte wie er gezögert. Viele Lebensbeichten wird er gehört haben und in ihnen Schreckliches, Gott und die Menschen Missachtendes. Und dann steht plötzlich einer vor ihm, und Johannes erkennt: dieser ist mit Gott absolut im Einklang. Er ist es, der mit heiligem Geist taufen wird – und der trumpft nicht auf, fordert nicht das Kommando, sondern reiht sich bei den Sündern ein? Der Göttliche ganz unten. Ein schier unerträglicher Gedanke, Johannes sucht Ausreden – und tut letztlich doch, was getan werden muss. Erst ganz unten erfolgt die Bestätigung vom Himmel her: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Gundula Kühneweg
Beitrag online bis 22.1.2009 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (8.1.09 - 15.01.09 - ) / 2383 / 217
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