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Die Geschichte ist nicht zu Ende. Sie geht weiter, bis zu uns heute. Auch wir feiern diese Hochzeit zu Kana mit. Doch es geht nicht mehr um die Hochzeit, wir lesen nichts darüber, wie das Fest weiter ging. Es geht um Jesu Jünger. Jesus zeigte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn. Das ist ein zweites Wunder, eine zweite Verwandlung. Jesus verwandelt Menschen, sie werden gefüllt mit Glaube, Liebe und Hoffnung. Menschen werden verwandelt, weil sie die Herrlichkeit Jesu, die Herrlichkeit Gottes erkennen. Verwandlung geschieht da, wo Menschen der Fülle begegnen, der Herrlichkeit Gottes.
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18. Januar 2009 - 2. Sonntag nach Epiphanias I
Wie hat Jesus das gemacht, Wasser in Wein verwandelt? Wer das wüsste, würde steinreich. Schaut man aber genauer in diese Geschichte, dann geht es Jesus gar nicht um das Wunder.
Das mach ich mal! Bibelwort: Johannes 2,1-11
Wunder sind schmückende Beiwerke, herrliche Gemälde, die ein schlichtes Sinnbild farbig und prächtig machen sollen. Es ist also unerheblich, wie Jesus das gemacht hat. Ich könnte es sowieso nie machen. Und in der Mitte der Erzählung liegt auch ein viel tieferer Sinn. Der viel tiefere Sinn heißt: Jesus allein weiß um den Augenblick des Heils. Nicht Marias Augenblick ist der richtige, nicht mein Augenblick ist der richtige, keiner weiß um den richtigen Augenblick des Heils. Nur Jesus weiß, wann meine Hoffnungen sich erfüllen. Und wie sie sich erfüllen. Jesus ist kein Zauberer, der Wasser in Wein oder Steine in Brot verwandelt. Jesus bringt Heil. Und das nur auf seine Weise. Sein Heil ist nicht die Erfüllung meiner Wünsche. Sein Heil ist ein Vertrauen zu Gott, das größer ist als meine Vernunft und alle Vernunft. Ich soll bei Jesus nicht zaubern lernen, sondern vertrauen lernen. Das ist schwer genug. Aber ungleich heilsamer. Dazu bedarf es keiner Tricks, sondern eines kleinen Satzes. Den aber ganz oft im Leben. Und der heißt: Aber nicht mein, sondern dein Wille geschehe.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Becker
Beitrag online bis 29.1.2009 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (15.1.09 - 22.01.09 - ) / 2388 / 199
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