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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
Diese Seite als Druckausgabe


Warum hat Jesus nicht alle Kranken geheilt?

Diese Frage, so verständlich sie ist, verkennt Jesus. Denn er ist der Heiland und nicht nur ein Heiler. Die eigentliche Heilung besteht nicht im Gesundmachen, sondern darin, dass alle Menschen die Botschaft vom Reich Gottes erfahren und durch sie heil werden. Die Wunder dienen dazu, die Menschen für das Wort Gottes zu öffnen. Deshalb zieht Jesus an einen anderen Ort weiter, „…damit ich auch dort predige, denn dazu bin ich gekommen.“


Gott macht Hausbesuch …

… bis heute. Wenn wir Kranke besuchen, wenn wir Trauernde trösten, wenn wir Armen helfen.


8. Februar 2009
Fünfter Sonntag im Jahreskreis B
1. Lesung: Ijob 7,1-4.6-7
2. Lesung: 1. Korinther 9,16-19.22-23
Evangelium: Markus 1,29-39

8. Februar 2009 - Fünfter Sonntag im Jahreskreis B

Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus.

Das mach ich mal!
Bibelwort: Markus 1,29-39

Jesus heilt die Kranken, die Besessenen, sogar die Schwiegermutter des Petrus. So erzählt es Markus. Zweifel hat Markus keine, warum auch. Die Zeit damals war nicht nur wundergläubiger, ja wunderbesessener als unsere, Markus ist auch völlig überzeugt von den himmlischen Kräften des Messias. Der braucht die Dämonen nur scharf anzusehen, dann weichen sie und schweigen für immer. Heute fällt es vielen schwer, dies zu glauben. Dämonen und Besessenheit kennen wir als seelische Krankheit. Die Austreibung eines Teufels ist im Empfinden vieler Menschen hart am Rande eines gefährlichen Missgriffs. Das alles weiß der Evangelist Markus noch nicht. Aber er weiß etwas anderes, was zwischen seinen Zeilen deutlich hervorleuchtet und was Jesus an vielen Stellen deutlich betont: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Gottes Eingriffe in die Wirklichkeit, so schmerzhaft sie oft auch empfunden werden müssen, dienen dem Heil und der Heilung. Kein Mensch, der wie auch immer mit Gott in Berührung gekommen ist, bleibt heillos. Für Markus bringt der Messias nichts als Heil. Und selbst wer krank bleibt, dem wird eine heile Seele geschenkt.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Becker

Beitrag online bis 5.3.2009 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (5.2.09 - 12.02.09 - ) / 2396 / 238