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Eine Geschichte vom Himmelreich
Wo Zeit nicht Geld ist, wo Leistung nicht gemessen und nicht nach Leistung entlohnt wird, wo nicht jeder nur das bekommt, was er verdient, sondern das, was er braucht. Denn Liebe, ganz besonders die Liebe Gottes zu seinen Menschen ist nicht nach Leistung verrechenbar. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen. Wir müssen sie so nehmen, wie sie ist: Groß und unverdient.
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8. Februar 2009 - Septuagesimae I
„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Und wer mehr arbeitet, soll auch mehr verdienen.“ Dieser Grundsatz wird – in der Welt, wie sie ist – nicht auf den Kopf gestellt.
Das mach ich mal! Bibelwort: Matthäus 20,1-16a
Doch dieser Grundsatz hat Grenzen; gilt vielleicht in der Welt der Zahlen, des Messbaren. Doch was gilt im Bereich der Wertschätzung – der manchmal wichtigeren Währung des Lebens? Der Gutsbesitzer ruft die Menschen zu unterschiedlichen Zeiten in seinen Dienst, unterschiedlich viel können sie noch leisten. Das ist in unseren Gemeinden nicht anders. Da gibt es die Tatkräftigen, die sich voll einbringen und andere, die nur noch wenig beitragen können. Haben sie nicht die gleiche Wertschätzung verdient? Der Schüler, der sich viele Stunden auf die Klausur vorbereiten kann und der Schüler, der sich um kleine Geschwister kümmern und im Haushalt helfen muss: Ihre Noten sind vielleicht unterschiedlich, unsere Wertschätzung?
Noch ein Blick auf die „harte“ Währung: Jeder erhält einen Denar – das, was er zum Leben braucht. In der Diskussion um einen gerechten Mindestlohn ein guter Maßstab. Dafür kann ich mich einsetzen und meine Wertschätzung nicht davon abhängig machen, was ein Mensch leisten kann. Und mich jederzeit von Gott in seinen Dienst rufen lassen – sei es zur dritten oder zur neunten Stunde. Das, was ich kann, mag es viel oder wenig sein, ist es wert, eingebracht zu werden.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Michael Tillmann
Beitrag online bis 19.2.2009 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (5.2.09 - 12.02.09 - ) / 2397 / 206
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