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 © Helmut Meisl

 Gedanken - Gebete
Diese Seite als Druckausgabe


Die evangelische Frauenkirche in Dresden - Ein Monument der Versöhnung





Gebete, die Sie kennen sollten

In der Krypta der Frauenkirche in Dresden liegt ein Falter auf, den zu lesen es sich lohnt. Sein Inhalt: Ein paar wunderbare Gebete.

Fünf Vorsätze für den Tag
Ich will bei der Wahrheit bleiben.
Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen.
Ich will frei sein von Furcht.
Ich will keine Gewalt anwenden.
Ich will in jedem zuerst das Gute sehen.
Mahatma Gandhi

Endlich Einer
Denn mit Jesus war EINER da, der sagte:
Selig sind die Armen!
Und nicht: wer Geld hat, ist glücklich.
Endlich EINER, der sagte: Liebe deine Feinde!
Und nicht: nieder mit dem Gegner!
Endlich EINER, der sagte:
Erste werden Letzte sein!
Und nicht: es bleibt alles beim Alten!
Endlich EINER, der sagte: Wer sein Leben
einsetzt und verliert, der wird es gewinnen!
Und nicht: seid schön vorsichtig!
Endlich EINER, der sagte:
Ihr seid das Salz!
Und nicht: Ihr seid die Creme.
Endlich EINER, der starb,
wie ER lebte.
Nikolai-Kirche Leipzig

Gebet um Gelassenheit
Gott gebe mir Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern
kann.
Und die Weisheit, das eine vom anderen zu
unterscheiden.
traditionell Friedrich Christoph Oettinger zugeschrieben

Oh Herr
Mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens
dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verbinde, da, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage,
wo der Irrtum herrscht,
dass ich den Glauben bringe,
wo der Zweifel drückt,
dass ich die Hoffnung wecke,
wo Verzweiflung quält,
dass ich ein Licht anzünde,
wo die Finsternis regiert,
dass ich Freude mache,
wo der Kummer wohnt.
Herr, lass du mich trachten:
Nicht, dass ich getröstet werde,
sondern dass ich tröste;
Nicht, dass ich verstanden werde,
sondern dass ich verstehe;
Nicht, dass ich geliebt werde:
sondern dass ich liebe.
Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.
Traditionell Franziskus von Assisi zugeschrieben

Versöhnungsliturgie aus Coventry
Wir alle haben gesündigt und mangeln des Ruhmes, den wir bei Gott haben sollten. Darum lasst uns beten: Vater, vergib!
Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse: Vater vergib!
Das habsüchtige Streben der Menschen und Völker, zu besitzen, was nicht ihr eigen ist: Vater vergib!
Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet: Vater vergib!
Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen: Vater, vergib!
Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Heimatlosen und Flüchtlinge: Vater, vergib!
Den Rausch, der Leib und Leben zugrunde richtet: Vater, vergib!
Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf dich: Vater, vergib!
Lehre uns, o Herr, zu vergeben und uns vergeben zu lassen, dass wir miteinander und mit dir in Frieden leben.
Darum bitten wir um Christi willen.

Leben ohne Liebe
Glauben ohne Liebe macht fanatisch.
Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Ordnung ohne Liebe macht gewalttätig.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Ein Leben ohne Liebe macht krank.
unbekannt

Irischer Segenswunsch
Gott sei über dir,
um dich zu behüten.
Gott sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Gott sei neben dir, um dich zu beschützen
gegen Gefahren von links und von rechts.
Gott sei hinter dir, um dich zu bewahren
vor der Heimtücke böser Menschen.
Gott sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst.
Gott sei in dir,
um dich zu trösten, wenn du traurig bist.

Zwölf Gründe, in der Kirche zu sein
1: Im christlichen Glauben bewahrt die Kirche eine Wahrheit, die Menschen sich nicht selber sagen können.
2: In der Kirche wird die menschliche Sehnsucht nach Segen gehört und beantwortet.
3: Die Kirche begleitet Menschen von der Geburt bis zum Tod. Das stärkt auf geheimnisvolle Weise.
4: In der Kirche können die Menschen an einer Hoffnung auf Gott teilhaben, die über den Tod hinausreicht.
5: Die Kirche ist ein Ort der Ruhe und der Besinnung. Unsere Gesellschaft ist gut beraten, wenn sie solche Orte pflegt.
6: In der Kirche treten Menschen mit Gebeten und Gottesdiensten für andere ein. Sie tun das auch stellvertretend für die Gesellschaft.
7: Die kirchlichen Sonn- und Feiertage mit ihren Themen, ihrer Musik und ihrer Atmosphäre prägen das Jahr. Die Kirche setzt sich dafür ein, diese Tage zu erhalten.
8: In Seelsorge und Beratung der Kirche wird der ganze Mensch ernst genommen.
9: In Krankenhäusern und anderen Einrichtungen schaffen viele haupt- und ehrenamtlich Engagierte ein besonderes, menschenfreundliches Klima.
10: Wer die Kirche unterstützt, übt Solidarität mit den Schwachen.
11: Kirchliche Musik und Kunst sind bis heute prägende Kräfte unserer Kultur.
12: Wo immer Menschen hinkommen oder hinziehen, treffen sie auf die weltweite
christliche Gemeinschaft. Dazu kann jede und jeder beitragen.





Autor / Quelle: Fotos: Helmut Meisl

Beitrag online bis 13.4.2015 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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