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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
Diese Seite als Druckausgabe


Es sind nicht die großen Worte,
die in der Gemeinschaft
Grundsätzliches bewegen:
Es sind die vielen kleinen Taten
der Einzelnen.





17. Januar 2010 - 2. Sonntag nach Epiphanias II

An diesem Sonntag hält der Apostel Paulus der christlichen Gemeinde einen Spiegel vor; sagt uns in einer Art Tugendkatalog, wie wir als Gemeinde leben sollen.

Ausgelegt!
Bibelwort: Römer 12,9-16

Und bei aller Bescheidenheit: Vieles davon wird in vielen Gemeinden so auch gelebt. Da ich in meinem Leben einige Male umgezogen und immer wieder in neue Kirchengemeinden gekommen bin, darf ich das – so glaube ich – mit Fug und Recht behaupten. Und deshalb verstehe ich diese Worte auch weniger als Mahnung, sondern mehr als Ermutigung. Wenn in Zeiten kleiner werdender Gemeinden Entmutigung und Resignation um sich greifen, dann ermutigt uns der Apostel zur Geduld und zur Beharrlichkeit ohne träge zu werden. Und zur Fröhlichkeit. Und er schreibt das an eine Gemeinde, die mit weitaus größeren Problemen konfrontiert war, als es unsere Gemeinden heute sind: im Untergrund, in der geistigen Auseinandersetzung mit einer Staatsreligion. Einen Vorteil hatte sie: Die Gemeinde war eine Gemeinde im Aufbruch, für sie gab es keine Vergangenheit, in der alles besser gewesen war. Ich glaube, das ist einer der Hauptgründe für Mutlosigkeit: Der lähmende Blick in eine vermeintlich bessere Vergangenheit, der alles Tun als ein Tun im Niedergang begreifen lässt. Und wie soll da Fröhlichkeit aufkommen?





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Michael Tillmann

Beitrag online bis 28.1.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (14.1.10 - 21.01.10 - ) / 2676 / 335