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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
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Wenn wir mit Jesus auf dem Weg sind, dann – so glaube ich – ist es nicht wichtig, als Erster im Ziel zu sein: Wichtig ist, zu wissen, dass wir nicht allein unterwegs sind, dass er uns hilft, wenn der Weg mühsam wird, dass er sich auf unser Tempo einlässt. Oder wie es Hans Dieter Hüsch gesagt hat: „Ich stehe unter Gottes Schutz. Er lässt mich nicht ins Leere laufen.“ Wir sind alle Gewinner!





31. Jänner 2010 - Septuagesimae II

Das Schönste, was über die Bibel geschrieben wurde, ist aus der Feder des jüdischen Religionswissenschaftlers Pinchas Lapide (1922–1997).

Ausgelegt!
Bibelwort: 1. Korinther 9,24-27

Er schreibt: Man kann die Bibel wörtlich nehmen oder ernst; beides zusammen geht nicht. Gerne nehme ich sie lieber ernst als wörtlich, auch in dem schönen Bild, das Paulus heute ausbreitet. Wer die Bibel ernst nimmt, nimmt auch Paulus ernst – auch wenn der nicht immer sofort zu verstehen ist. Heute aber schon. Paulus fordert eindringlich auf: Nichts vorgeben, was wir nicht sind. Damit trifft er einen Nerv nicht nur unserer Zeit. Es gibt einen deutlichen Hang zur Selbstüberschätzung: Wir können irgendwie alles, können überall hin, sind jederzeit zu allem bereit. Die Folge ist eine enorme Flüchtigkeit und eine oft schon beängstigende Hetze. Und aus dem vielen, was wir angeblich jederzeit können und vermögen, wird ein großer Mangel an allem. Nichts richtig, nichts genau, vieles ohne Konzentration. Gerne wiederhole ich Paulus, der eindringlich mahnt: Nichts vorgeben, was wir nicht sind. Beschränkung wäre eine Lösung; Beschränkung und Konzentration auf das, was wirklich Erfüllung verspricht. Dazu gehört, einmal am Tag ein Wort, einen Satz Gottes in Ruhe zu bedenken. Wirklich erfüllt, was über die Zeit hinausgeht.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag, Aachen / Michael Becker

Beitrag online bis 11.2.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (28.1.10 - 04.02.10 - ) / 2685 / 341