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 © Helmut Meisl

 Evangelische Gemeinde
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Religiöse Bildung - ein Teil der Allgemeinbildung

"Religionsunterricht - Oase im Schulalltag"

„Religionsunterricht – Oase im Schulalltag“, der Titel beschreibt schon, was unsere Kinder im evang.Religionsunterricht erleben können: Eine Atmosphäre des Angenommenseins und der Geborgenheit, eine Zeit der Unterbrechung im stressigen Schulalltag, ein Ernst- und Wahrgenommenwerden in der
kleinen überschaubaren Gruppe. So können sich die Kinder mit ihren Stärken und Schwächen wahrnehmen und als geliebte Kinder Gottes begreifen – eingebettet in eine Gemeinschaft. Sie werden angeleitet, ihreLebenswelten kritisch zu entdecken, sich mit den (Glaubens-)Erfahrungen anderer Menschen auseinander zu setzen, sie lernen mit Tod und Schuld umzugehen und nach dem Sinn des Lebens zu fragen. Und die Kinder erfahren viel davon, wie und wer Gott ist, tauchen ein in die faszinierenden biblischen Geschichten, singen, malen und beten.

Wir, die Religionslehrer/innen dieser Gemeinde, bemühen uns, einen möglichst guten Religionsunterricht zu machen, weil wir davon überzeugt sind, so Kinder sinnvoll auf ihrem Weg des Glaubens begleiten zu können, sie mit der Tradition biblischer Überlieferung und unserer evang. Geschichte vertraut zu machen und ihnen die Schönheit unseres christlichen Glaubens zu zeigen.

Denn nur wer sich in seiner eigenen Religion und Kirche sowie in ihren Festen auskennt, ist dann auch offen, anderen Religionen und Weltanschauungen zu begegnen.

Wir denken, der evang. Religionsunterricht trägt wesentlich dazu bei,dass Kinder eine evang. Identität entwickeln und in der Religion, in die sie hineingetauft worden sind, beheimatet werden.

Das Versprechen von Eltern und Pat/innen bei der Taufe, mitzuhelfen, dass die Kinder im christlichen Glauben verwurzelt werden, kann nur bedeuten, ihnen auf jeden Fall die Teilnahme am evang.Religionsunterricht zu ermöglichen – auch wenn die Stunde manchmal am Rande des Unterrichtstages oder gar am Nachmittag liegt. Aber bei einer Minderheit von ca. 5% der Bevölkerung lässt sich das oft nicht anders organisierenAuch unserem Staat ist der konfessionelle Religionsunterricht wichtig: deshalb ist er ein Pflichtgegenstand.

Deshalb möchte ich den Eltern Mut machen, sich weder von ihren eigenen Kindern noch von Schuldirektor/innen unter Druck setzen zu lassen. Sie haben sich für die evang. Religion ihres Kindes entschieden, dann sollten Ihre Kinder auch den evangelischen Unterricht besuchen –
auch wenn sie mal keine Lust haben. Von anderen Schulfächern wie Mathematik kann man sich auch nicht abmelden. Und bestehen Sie gegenüber der Schule auf evang. Unterricht: ab 3 Schüler/innen wird er vom Staat bezahlt, gibt es weniger evang. Kinder an einer Schule, richten wir von der Kirche entweder eine kirchlich bezahlte Stunde ein oder ziehen Kinder aus mehreren Schulen zu einer Unterrichtsgruppe zusammen.





Autor / Quelle: Pfarrer Peter Gabriel

Beitrag online bis 30.11.2010 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (2.9.10 - 30.09.10 - ) / 2836 / 259