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Johann Wolfgang von Goethe 1749 - 1832
Die lange Geschichte der Kirche ist ein Spiel von Licht und Schatten, aber es ist zu viel Licht dar, als dass man den Weg verfehlen könnte.
Leo Jozef Suenens
Im Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.
Gottfried Benn
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4. Jänner 2004 - 2. Sonntag nach Weihnachten
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. (Joh 1, 1-5.9-14)
Faust. Der Tragödie erster Teil. Studierzimmer II Faust: ... Aber ach! schon fühl ich, bei dem besten Willen, Befriedigung nicht mehr aus dem Busen quillen. Aber warum muß der Strom so bald versiegen Und wir wieder im Durste liegen? Davon hab ich so viel Erfahrung. Doch dieser Mangel läßt sich ersetzen, Wir lernen das Überirdische schätzen, Wir sehnen uns nach Offenbarung, Die nirgends würd`ger und schöner brennt. Als in dem Neuen Testament. Mich drängt`s, den Grundtext aufzuschlagen, Mit redlichem Gefühl einmal Das heilige Original In mein geliebtes Deutsch zu übertragen. (Er schlägt ein Volum auf und schickt sich an) Geschrieben steht: "Im Anfang war das Wort!" Hier stock ich schon! Wer hilf mir weiter fort? Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen, Ich muß es anders übersetzen, Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin. Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn. Bedenke wohl die erste Zeile, Daß deine Feder sich nicht übereile! Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft? Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft! Doch, auch indem ich dieses niederschreibe, Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe. Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat und schreibe getrost: im Anfang ward die Tat! ...
Autor / Quelle: Johann Wolfgang von Goethe ausgesucht von Wilfried Kaaser
Beitrag online bis 1.3.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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