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Simeon
Lebenslanges Warten kerbt tiefe Lebenslinien, in denen sich die Sehnsucht vergräbt.
Lebenslanges Hoffen wird belohnt: „Meine Augen dürfen das Heil schauen.“
Anmerkung: Bis zur Liturgiereform (1960) wurde das Fest als Marienfest, danach wieder als Herrenfest begangen.
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2. Februar 2003 - Fest "Darstellung des Herrn"
Ein Kind gehört zu den Eltern, aber es ist nicht ihr Eigentum. Es gehört Gott, und jedes neugeborene Kind ist ein Geschenk Gottes an die Menschen.
Vor diesem Hintergrund ist das Fest der Darstellung des Herrn zu verstehen: Maria und Josef erfüllen vierzig Tage nach der Geburt Jesu zwei Vorschriften, die das Gesetz des Mose vorschrieb. Das eine ist die „Reinigung der Mutter“ ( vgl. Lev 12). Das andere ist der „Loskauf“ der männlichen Erstgeburt ( vgl. Ex 13,2; Num 18,15 f.), zur Erinnerung an Gott, der das Erste Gottesvolk aus der Knechtschaft Ägyptens befreite und die erstgeborenen Söhne verschonte. Sie galten deshalb als besonderes Eigentum Jahwes.
So bringen die Eltern das Kind Jesus in den Tempel nach Jerusalem, um es dem Herrn zu weihen. Die drei geben ein gewohntes Bild ab, sie fallen nicht aus dem Rahmen. Aber zwei betagte Menschen, die das Erste Gottesvolk repräsentieren – es sind der gerechte Simeon und die Prophetin Hanna, die sich auch zu diesem Zeitpunkt im Tempel aufhalten, sehen im Rituale der Darstellung Jesu das wichtigste Ereignis, worauf sie ein Leben lang gewartet haben.
Sie sind offene und bereite Menschen, weil sie eine tiefe Sehnsucht im Herzen tragen und an die Verheißungen und Offenbarungen Gottes glauben. Da sie betende Menschen sind, wird ihnen in diesem Augenblick die Begegnung mit Jesus, dem zukünftigen Messias geschenkt. Simeon und Hanna erkennen in dem kleinen Kind den großen Gott. Sie sehen das Licht und die Herrlichkeit, die dieses Kind in die Welt bringen wird. Vor Freude danken sie Gott und Simeon sprach den großen Lobpreis mit den Worten
„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel“ ( Luk 2, 29 – 32 )
Alt und gebrechlich, an der Grenze des Lebens, wird Simeon und Hanna dieses höchste Glück zuteil. Aber Simeon sieht auch das Schicksal des Kindes, das jeden Menschen zur persönlichen Glaubensentscheidung herausfordert, sodass viele durch Jesus Christus zu Fall kommen und viele aufgerichtet und geheilt werden.
Die Prozession und die geweihten, brennenden Kerzen, mit denen wir katholische Christen die Eucharistie dieses Festtages beginnen, sind Zeichen für unseren Weg zu Gott, jenen Weg, auf dem das Licht Jesu Christi leuchtet, der selbst gesagt hat „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8,12).
So betet der Priester an diesem Tag mit den Gläubigen: „Allmächtiger, ewiger Gott, dein eingeborener Sohn hat unsere menschliche Natur angenommen und wurde am heutigen Tag im Tempel dargestellt. Läutere unser Leben und Denken, damit wir mit reinem Herzen vor dein Antlitz treten. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Autor / Quelle: OSR FOL Aloisia Sr. Blandina Schönleitner Fachlehrerin an der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, 5400 Hallein, Pfarrgasse 8 Telefon: 06245 / 800 40, Fax: 06245 / 80040-412 halleinfs.admin@salzburg.at
Beitrag online bis 29.2.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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