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Fortbestand erneut in Gefahr?
Nicht weil das Geld "schon wieder zu Ende" ist, sondern weil die Politik weniger bezahlt hat als am Jahresende versprochen, müssen geschlagene Frauen und Kinder schon wieder zittern.
Mit einem erneuten Hilferuf muss sich Doris Weisseberger, die Leiterin der Halleiner Frauenhauses "Haus Mirjam" wieder an die Öffentlichkeit wenden.
Nachdem bei der Präsentation anlässlich des 12-jährigen Bestehens der Hauses in der Alten Schmiede der Halleiner Sanline die Mitarbeiterinnen einen ersten, öffentlichen Hilferuf aussandten, gab es sehr schnell von der ressortzuständigen Landesrätin Mag. Gabriele Burgstaller Entwarnung und auch die Zusicherung, die notwendigen Mittel für den Weiterbestand bereitzustellen und gleichzeitig nach den Wahlen am 7. März 2004 mit einen Mehrjahresvertrag die Arbeit auf eine stabilere Basis zu stellen.
Nur wenige Wochen später stellt sich die Situation schon wieder anders dar: Die von Burgstaller zugesicherte Zahlung ist nicht komplett eingegangen, sodass ein erhebliches Finanzierungsloch gegeben und der Bestand des Hauses erneut gefährdet ist.
Während für den laufenden Wahlkampf Millionen an Werbung zur Verfügung stehen (die Rede ist von gut 20 Millionen Euro!), scheint für geschlagene Frauen und Kinder in größter Not kein Geld mehr zur da zu sein. Diese Ungewißheit hat niemand verdient: Weder die Frauen und Kinder, die im Haus Zuflucht finden (müssen), noch das überaus engagierte Team jener Mitarbeiterinnen von Doris Weissenberger, die Tag und Nacht für diese Frauen und Kinder im Haus Mirjam professionelle Hilfe leisten.
Alle Berichte über das Haus Mirjam
Autor / Quelle: Helmut Meisl
Beitrag online bis 3.5.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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