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 © Helmut Meisl

 Unsere Pfarrkirche
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Der Hochaltar - leider ohne das wegen Renovierung abgenommene Hochaltarbild.


Der Kreuzaltar, vor dem sich früher die Bäcker und die Skapulierbruderschaft sammelten, entspricht stilistisch dem Hochaltar und dürfte daher wohl auf einen Entwuf Louis Greniers zurückgehen.



Die Ausstattung der Kirche (2)

Den 1778 von Louis Grenier entworfenen Hochaltar führte der Salzburger Steinmetz Johann Anton Hogler 1795 bis 1799 in Salzburger Marmorsorten aus.

Der Hochaltar

Den 1778 von Louis Grenier entworfenen Hochaltar führte der Salzburger Steinmetz Johann Anton Hogler 1795 bis 1799 in Salzburger Marmorsorten aus. Das Hochaltarbild, es zeigt die ´Geburt Christi´, schuf der Hofmaler Andreas Nesselthaler im Jahr 1799. Die beiden seitlichen Konsolfiguren hll. Antonius Eremita und Hieronymus (Holz, weiß überfaßt) stammen von Franz Xaver Nißl. Im Aufsatz ist das Lamm Gottes mit der Bibel ´Liber vitae´ zwischen vier Flammenurnen dargestellt. Der 1880 entstandene Tabernakel mit Aussetzungsthron ist ganz mit vergoldetem Messing verkleidet. Die beiden großformatigen Ölbilder ´Kreuzabnahme´ und ´Grablegung Christi´ an den Seitenwänden des Presbyteriums sind vermutlich Werke von Franz Nikolaus Streicher (um 1780). Sie wiederholen thematisch die im Salzburger Domchor vorhandenen Bilder und hätten so ebenfalls auf das dortige Auferstehungsbild Mascagnis Bezug genommen, das man sich zunächst für Hallein erhofft hatte. Das Chorgestühl ist spätbarock (Mi 18. Jh.).

Renovierungen

1977 wurden im Presbyterium vier neue Glasfenster eingesetzt.
Eine umfassende Innenrenovierung und Ausmalung erfolgte 1979 - 1980. Ebenfalls im Jahr 1980 wurde ein Volksaltar aus Adneter Rotmarmor aufgestellt (Ausführung durch Firma Fallwickl).
Dieser Volksaltar wurde 1997 durch einen provisorischen Zentralaltar ersetzt.

Die Seitenaltäre am Chorbogen

  • Der Pfannhauser-Altar (inks), um 1776 von Johann Doppler in Marmor aufgebaut, ist dem hl. Rupert geweiht (Altarblatt: hl. Rupert mit Salzarbeitern, von J. B. Durach (?); Oberbild: hl. Helena; Standretabel mit Bild Herz Jesu, M. 18. Jh.). Die seitlichen Holzfiguren stellen die hll. Florian und Laurentius dar. Die Figuren im Auszug, allgorische Darstellungen der Tugenden Glaube und Hoffnung mit den Attribten Kelch und Anker, wurden vermutlich von Barockaltären übertragen (vieleicht von Johann Georg Hitzl, M.18.Jh.).

  • Der Kufer-Altar (rechts), 1776 ebenfalls von J. Doppler ausgeführt, wurde von den Kufern (sie stellten die Kufen fur die Salzfässer her) gestiftet und den Vierzehn Nothelfern geweiht (Altarblatt: 14 Nothelfer vor der Heiligsten Dreifaltigkeit, A. 18. Jh.; Oberbild: Jesus als Guter Hirte; Standretabel mit Passauer Mariahilfbild, 18. Jh.). Die seitlichen Holzfiguren stellen die hll. Bischöfe Virgil (Dommodell) und Vitalis (Herz, Lilie) dar. Die Auszugfiguren sind allegorische Darstellungen der Tugenden Liebe und Gerechtigkeit (M. 18. Jh von S. Gg. Hitzl).

Die Altäre an den Langhauswänden

  • Der Kreuzaltar (links vorne), vor dem sich früher die Bäcker und die Skapulierbruderschaft sammelten, entspricht stilistisch dem Hochaltar und dürfte daher wohl auf einen Entwuf Louis Greniers zurückgehen. Das ursprüngliche Altarblatt wurde 1945 zerstört, das jetzige Bild "Kreuzigung Christi und Maria Magdalena" stammt aus dem 19. Jh. (Oberbild: Maria mit Kind, von Johann Löxhaller, 1798; kleiner barocker Reliquientabernakel, um 1760). Die seitlichen Konsolfiguren stellen die hll. Petrus und Paulus dar.

  • Der Kleitzer-Altar (rechts vorne), vor dem sich die Zunft der Kleitzer (sie stellten die Wandbretter für die Salzfässer her) sammelte, entstand 1799 wohl ebenfalls nach Entwurf von Grenier und ist dem heiligsten Sakrament geweiht. (Hauptbild "Letztes Abendmahl" und Aufsatzbild "Christus in Emmaus", beide von Franz Nikolaus Streicher; kleiner Barocktabernakel, M. 18. Jh.). Die flankierenden Figuren stellen die vier Evangelisten dar: unten die hll. Matthäus und Johannes (die geöffneten Buchseiten beziehen sich auf das Altarsakrament), im Aufsatz die hll. Lukas und Markus (alle Art des J. Gg. Hitzl, M. 18. Jh.).

  • Der Junggesellen-Altar (links hinten) wurde um 1798 in einem etwas einfacheren Portaltyp errichtet und ist den Pestheiligen Sebastian und Carl Borrmäis geweiht. Das Altarblatt (1. H. 8. Jh.) zeigt Christus zwischen den beiden Patronen, darunter Pestkranke; im Hintergrund ist eine alte Ansicht von Hallein mit der Pernerinsel im Vordergrund zu erkennen (das ehem. Pestbild von Franz Christoph Mayrhofer aus dem Jahr 1735, heute im Keltenmuseum, zeigt eine ähnliche Darstellung; es war am alten Altar angebracht und paßte wegen des kleineren Formates nicht mehr zum heutigen Altar). Die seitlichen Konsolfiguren stellen die hll. Joseph und Jakobus d. Ä. dar.

  • Der Jungfrauen-Altar (rechts hinten) entspricht formal dem gegenüberstehenden Junggesellen-Altar und ist zu Ehren Unserer Lieben Frau errichtet worden. Das Altarblatt zeigt den "Tempelgang Mariens" (von Franz Nikolas Streicher, 1799). Die Altarfiguren der hll. Franziskus von Assisi und Antonius von Padua sowie der hll. Katharina und Barbara entstanden um die Mitte des18. Jh. (Art des J. Gg. Hitzl).





Autor / Quelle: Mag. Reinhard Weidl von Dr. Adolf Hahnl

Beitrag online bis 16.2.2019 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 23 (1.1.20 - 01.01.20 - ) / 82 / 892