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Das Haus Mirjam "rechnet" sich!
Wichtige Details über die Arbeit im Haus Mirjam, die Sie wissen sollten.
- Keine Miete
Die öffentliche Hand erspart sich im Haus Mirjam seit über 10 Jahren die Kosten der Miete. Das Haus wird von der katholischen Stadtpfarre kostenlos zur Verfügung gestellt.
- Mitarbeiter mit Akademikerausbildung
Im Haus Mirjam arbeiten zwar eine ganze Menge an Akademikern mit hervorragender Ausbildung. Hinsichtlich Gehalt sind diese Mitarbeiter aber als "Nicht-Akademiker" eingestuft und werden unter ihrem Wert bezahlt (was deren Engagement aber nicht mindert).
- Zu viele Mitarbeiter
Um bei personellen Ausfällen durch Urlaub oder Krankheit finanzielle Katastrophen durch Vertretungsüberstunden zu vermeiden, arbeiten im Haus fast nur Teilzeitkräfte. Insgesamt gibt es nicht mehr Dienststellen als in anderen Frauenhäusern.
- Teurer Nachtdienst
Jenen Mitarbeiterinnen, die in der Nacht von 22 bis 6 Uhr Dienst versehen, werden nur 3 Stunden Arbeitszeit abgegolten. Den Rest "spart" sich die öffentliche Hand ebenfalls.
- Ehrenamtliche Helfer
Neben den angestellten Mitarbeiterinnen gibt es auch noch ehrenamtliche Helfer, die dadurch weiter Kosten sparen helfen.
- Kinderbetreuung
Geschlagene Frauen kommen meistens mit Kindern ins Haus Mirjam. Dafür bekommt das Haus kein zusätzliches Geld, obwohl auch die Kinder sehr oft professionelle Hilfe und Betreuung benötigen, was natürlich wieder Arbeitszeit kostet.
- Ignorieren wäre teuer
Das Haus Mirjam "rechnet" sich für die öffentliche Hand. Frauen, denen durch die engagierte Arbeit dauerhaft geholfen werden kann, benötigen keine oder weniger Sozialhilfe. Das gilt auch für Kinder. Werden Mütter geschlagen, werden aus deren Söhnen sehr oft wieder prügelnde Männer. Die Gewalt- und Kostenspirale dreht sich weiter. Durch rechtzeitige Hilfe auch an den Kindern gelingt hier häufig eine Unterbrechung dieses Teufelskreislaufs.
- Kein "Frauenhaus light"
Das Haus Mirjam will keine "Bewahranstalt" werden, sondern effiziente und nachhaltige Hilfe leisten. Wer in dieser Hilfe keinen ganzheitlichen Ansatz zum Ziel hat (oder zulässt), vergeudet öffentliches Geld.
Autor / Quelle: Helmut Meisl
Beitrag online bis 4.12.2005 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (3.12.04 - 31.12.04 - ) / 947 / 541
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