Sakramente
Aktuelles
Arbeitskreise
Haus Mirjam
Wir in der EINEN Welt
Kinder und Jugend
Die Stadtpfarrkirche
Kirchenrenovierung
Pfarrblatt online
Presse und Gedrucktes
Termine Stadtpfarre
Impressum
   
Aktuelles
Termine
Kontakt
   
Aktuelles
Termine
   
Aktuelle Informationen
Termine evangelisch
Evang. Pressedienst
Kontakt
   
Aktuelles Programm
   
Die Halleiner Kirchenmaus
Gedanken
   
Internet-Links
Gästebuch
Alle Termine
   
Fastenaktion ab 2002
Adventkalender
bibelfest 2002
Archiv 2012
Archiv 2011
Archiv 2010
Archiv 2009
Archiv 2008
Archiv 2007
Archiv 2006
Archiv 2005
Archiv 2004
Archiv 2003
Archiv 2002
Archiv Pfarrblatt
   



Beiträge warten
(gesperrter Bereich)



 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
Diese Seite als Druckausgabe


Schlüssel zum Leben
Die Taufe ist der Schlüssel, der die Pforten des Todes aufschließt zum Leben.




Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es, und wieder nieder zur Erde muss es, ewig wechselnd.

Johann Wolfgang von Goethe

9. Jänner 2005 - Taufe des Herrn

Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden, und du kommst zu mir? Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit, die Gott fordert, ganz erfüllen. Da gab Johannes nach.

Merkwürdig ist es schon, dass Jesus sich von Johannes taufen lassen will mit dem Wasser der Umkehr und Buße. Was treibt ihn dazu, sich einzureihen in die Schar der Bußfertigen, die sich aufrütteln lassen vom Prediger im Kamelhaarmantel? Das Bewusstsein persönlicher Schuld wird es nicht gewesen sein, zur Schau getragene Demut auch nicht.

Vielmehr scheint Jesus daran gelegen, in der Taufe seine volle Verfügbarkeit für Gott auszudrücken. Biblisch gesprochen möchte er die „Gerechtigkeit Gottes ganz erfüllen“. Nicht (falsch verstandene) Selbstverwirklichung brennt ihm unter den Nägeln, sondern die Verwirklichung des heilvollen Traums, den Gott für sein Volk, für alle Menschen, träumt. Es ist wohl eine Bereitschaft, die er von seinen Eltern gelernt hat: von seiner Mutter, die sich als „Magd des Herrn“ zur Verfügung gestellt hat, und von seinem Vater, der „gerecht“ war. Aber wo ist Jesu ureigener Platz im Heilsplan Gottes, was genau die ihm zugedachte Aufgabe?

Vielleicht ist es ein letztlich noch suchender, um Klarheit ringender Jesus, der sich zum Täufer am Jordan hingezogen fühlt und Gewissheit hat nur in dem Wunsch, im radikalen Zeichen der Taufe seine Bereitschaft zu signalisieren, sich selbst ganz zurückzunehmen und buchstäblich einzutauchen in den großen Heilsplan Gottes. Und gerade in diesem Ritus der Hingabe bekommt Jesus eine Würde und eine Identität geschenkt, die er sich selbst nicht geben kann, die er deshalb auch nicht krampfhaft festhalten muss. Der Zuspruch, Gottes geliebter Sohn zu sein, gibt ihm die Freiheit, seinen ureigenen Weg zu gehen, und den Mut, diesen Weg zu gehen, ohne schon zu wissen, wohin er ihn führen wird.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Hans Reithofer

Beitrag online bis 6.2.2005 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (6.1.05 - 13.01.05 - ) / 975 / 160