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Christus ist immer derselbe, nur sein Erscheinungsbild vor der Welt verändert sich unter unseren Händen. (Foto: KNA-Bild, R. Bunse, S. Rehberg, M. H. Olbertz)
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Gelebte Ökumene in Hallein
Am 17. Jänner um 19 Uhr wird in die (geheizte) Kirche in Rehhof eingeladen. Anlass ist ein ökumenischer Gottesdienst um die Einheit der Kirchen.
Ökumene: das ist Druck von unten
Woche für Woche, Sonntag für Sonntag, bekennen Christen in ihren unterschiedlichen Gottesdiensten mit völlig gleichen Worten den gemeinsamen Glauben an Gott, den Vater und Schöpfer von Himmel und Erde, an Jesus Christus, Gottesssohn und Erlöser, an den Heiligen Geist, den göttlichen Beistand und die dritte Person in der Gottheit. Nur, wo es um das Bekenntnis zur Kirche geht, benutzen sie verschiedene Vokabeln. Die einen glauben an die „heilige christliche Kirche“, die anderen an die „heilige katholische Kirche“, was dann auch wieder dasselbe ist, wenn man „katholisch“ aus dem Griechischen übersetzt. Es heißt nämlich „weltumspannend“.
Der ganze biblische Glaube steckt im gemeinsamen Glaubensbekenntnis. Und trotzdem bleiben den Theologen genügend Streitthemen über Ämter, Kirchenverfassung oder ähnliche Sachen. Wenn sie dann mal ganz dicht beieinander sind, kommen wieder andere und entdecken das verfeinerte Problem hinter dem Problem. Das dann folgende Schweigen nennen die einen „Pause in der Ökumene“, die anderen gar eine „ökumenische Eiszeit“.
Die Gemeinden kümmern sich wenig darum. Ob katholisch oder evangelisch: sie alle sind einem ungeheuren Modernisierungs- und Säkularisierungsschub ausgesetzt. Wenn sie nicht Rücken an Rücken stehen, werden sie hinweggespült. Dann ist von einem glaubwürdigen christlichen Zeugnis in der Gesellschaft keine Rede mehr. Und schon deshalb ist der ökumenische Schwung in ungezählten Gemeinden durch nichts und niemanden mehr zu bremsen. Seelsorgerinnen und Seelsorger treffen sich mehrmals im Jahr zum gemeinsamen Frühstück und hecken neue Ideen der Zusammenarbeit aus. Bibel- und Gesprächskreise, Gottesdienste zu besonderen Anlässen, Jugendarbeit, Erzählgemeinschaften, Literatur-Cafes, Besuchsdienste etc. sind ohne die anderen nicht mehr denkbar. Die schönste Frucht jedoch: das Antlitz Christi gewinnt gemeinsam Kontur. Die größte Hoffnung für die gelebte Einheit der Christen ist der fortwährende Druck von unten.
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Alexander Frentzen
Beitrag online bis 31.1.2005 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (9.1.05 - 17.01.05 - ) / 976 / 178
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